Was ist Markenmarketing und warum ist es notwendig für Ihr Unternehmen?

  1. Branding, Marketing und Markenmarketing: Was ist der Unterschied?
  2. Die wichtigsten Arten des Markenmarketings
  3. Drei Beispiele für kreatives Markenmarketing
  4. Eine Schritt-für-Schritt-Strategie für den Aufbau und die Bewerbung einer Marke

Stellen Sie sich vor, Sie sind auf der Suche nach einer Reinigungsfirma und sehen zwei Werbeangebote mit den gleichen Preisen und Leistungen. Welche Marke werden Sie wählen? Die Marke, die eine gemeinsame Sprache spricht, ist höchstwahrscheinlich attraktiver oder vermittelt ähnliche Werte. Ihre Wahl ist das Ergebnis des Markenmarketings, d.h. der Förderung des Images des Unternehmens auf dem Markt. Lesen Sie den Artikel, um zu erfahren, wie dieses Werkzeug funktioniert und wie Sie es verwenden können. 

Branding, Marketing und Markenmarketing: Was ist der Unterschied?

Lassen Sie uns die Terminologie am Beispiel einer typischen Alltagssituation analysieren. Nehmen wir an, Sie besuchen regelmäßig Ihr Lieblingscafé, weil es dort einen freundlichen Barista und schöne Musik gibt, der Kaffee nach Ihrem Geschmack ausgewählt wird und die Bilder auf den Tassen Ihre Stimmung am Morgen heben. Das sind alles Bestandteile des Brandings, d.h. der Gestaltung des Images des Unternehmens in den Augen der Kunden mit Hilfe von Farben, Gerüchen, Klängen und Kommunikation.

Wenn Sie das Café möglichst bekannt machen möchten, dann müssen Sie es bewerben, indem Sie zum Beispiel Flyer verteilen, gezielt auf Instagram werben oder virale Videos für TikTok aufnehmen. Das sind alles Elemente des Marketings, d.h. Strategien, um das Unternehmen zu bewerben und neue Kunden zu gewinnen.

Jede Werbung sollte außerdem den Charakter des Cafés bewahren, Wohlwollen, Fürsorge und Gemütlichkeit demonstrieren, den gleichen Tonfall („Markenstimme“) verwenden und die gleichen Werte vermitteln. Das ist Markenmarketing, d.h. die Bekanntmachung der Marke mit dem Ziel langfristige Beziehungen zu den Kunden aufzubauen.

Diese beiden Komponenten sind also unverzichtbar für das Markenmarketing:

  • Eine Marke ist eine allgemeine Antwort auf die Frage „Wer sind Sie?“ — in Bezug auf Ihr Wesen, Ihre Mission, die Abgrenzung von Wettbewerbern und Ihr Nutzenversprechen. Dieses Image zeigt sich sowohl in der Unternehmenskultur als auch an jedem Berührungspunkt mit den Kunden und wird zur Grundlage für das Marketing.
  • Das Marketing ist eine Werbestrategie, die sich häufig ändern kann. Das Branding muss aber immer gleich bleiben, um eine emotionale Verbindung mit der Zielgruppe aufrechtzuerhalten.

Die wichtigsten Arten des Markenmarketings

Markenmarketingstrategien können in Abhängigkeit von den folgenden Faktoren variieren:

  • Markencharakter.
  • Einzelheiten von Waren und Dienstleistungen.
  • Markttrends.
  • Saisonalität.
  • Änderungen (z.B. Aktualisierung der Produktlinie oder Rebranding).
  • Interessen des Zielpublikums.

Es gibt viele verschiedene Varianten des Markenmarketings. Das sind die Wichtigsten:

  • Content-Marketing: Blogs, Artikel in den Massenmedien, Beiträge in sozialen Medien, E-Mail-Marketing.
  • Außenwerbung: Werbetafeln, Leuchtkästen, Schilder, Beschriftungen auf Verkehrsmitteln.
  • Gedruckte Werbung: Flyer, Visitenkarten, Prospekte, Kataloge.
  • Online-Werbung: SEO (Suchmaschinenoptimierung), Bannerwerbung, eine mobile Anwendung.
  • Unternehmenskultur: Kommunikationsstil des Unternehmens, Bonus- und Belohnungssystem, Veranstaltungen.
  • Kommunikation mit den Kunden: Antworten auf Kommentare in den sozialen Medien, Umgang mit negativen Kommentaren, Kommunikation des Support-Teams, Verhalten des Personals an Verkaufsstellen.

Drei Beispiele für kreatives Markenmarketing

Es gibt keinen universellen Ansatz bei der Markenwerbung. Wir schlagen deshalb vor, dass Sie sich die Beispiele von drei verschiedenen Unternehmen ansehen und die Techniken lernen, die zu Ihrem Unternehmen passen.

Starbucks

Die Kaffeehauskette positioniert sich als „dritter Ort“ zwischen Zuhause und Arbeit und behauptet, dass ihre Hauptaufgabe darin besteht, Menschen zu inspirieren. Das Markenmarketing ist deshalb darauf ausgerichtet, eine enge Verbindung zum Kunden herzustellen.

Den Menschen wird kein Kaffee angeboten, sondern Starbucks als Erlebnis: Lächelnde Mitarbeiter, gemütliche Atmosphäre, sorgfältig ausgewählte Playlists, Orte, an denen man mit dem Laptop arbeiten kann. Diese Erfahrung bleibt an jedem Berührungspunkt mit dem Kunden gleich. Egal ob im Café, in den sozialen Medien oder in der Werbung, Starbucks pflegt das Image eines offenen, freundlichen Unternehmens, das sich auf hochwertigen Service konzentriert.

Alle Fotos in den sozialen Medien haben zum Beispiel den gleichen Stil und die Texte ähneln der Live-Kommunikation mit dem Personal im Café: Kurz, informativ und freundlich. Die Kaffeemaschinen sind immer so platziert, dass sie die Baristas nicht von den Kunden abschirmen. Das hilft eine persönliche Kommunikation zu schaffen.  

Das Unternehmen nutzt aktiv Werkzeuge zur Einbindung der Kunden. Es organisiert Wettbewerbe, bietet Werbegeschenke an und regt die Kunden dazu an, die Marke in ihren Beiträgen zu erwähnen. Eine weitere Möglichkeit, die Kundenaktivität zu steigern, ist der FOMO-Effekt (die Angst etwas zu verpassen), d.h. der Verkauf von Produkten in limitierter Auflage wie z.B. rote Weihnachtstassen oder Pumpkin Spice Latte.

GoPro

Das Unternehmen verkauft keine Kameras, sondern die Möglichkeiten, die sie bieten. Das ist die Mission von GoPro. Ihr Markenmarketing konzentriert sich auf eine Content-Strategie, die eng mit dem Produkt und dem Nutzenversprechen verbunden ist.

Beim Content handelt es sich hauptsächlich um Videos, die mit der GoPro-Kamera aufgenommen wurden und die meisten davon werden von den Benutzern selbst ins Internet gestellt. Die Videoclips passen voll und ganz zur Hauptbotschaft der Marke: Sie sind emotional, spannend, authentisch und für jeden zugänglich. Die Videos werden oft viral, dadurch wächst die Popularität der Kameras durch organische Werbung.

GoPro arbeitet außerdem aktiv mit spezialisierten Internet-Gemeinschaften zusammen, in denen sich Touristen und Fans von Extremsportarten und Unterhaltung treffen. Das erhöht die Markenbekanntheit und hilft die Treue der Kunden zu gewinnen.  

Nike

Das Branding von Nike basiert auf stark emotionalen Botschaften: Motivation, Selbstvertrauen, Siegeswille, Chancengleichheit für alle. Diese Botschaften spiegeln sich in allen Marketingmaterialien wider, von den sozialen Medien bis hin zu grellen Werbungen.

Nike verwendet oft Sportstars in den Werbekampagnen oder erzählt die Geschichten von ganz normalen Menschen, die trotz Schwierigkeiten erfolgreich waren. Das erzeugt den Effekt des sozialen Beweises und schafft eine tiefe emotionale Bindung zum Nutzer.

Eine Schritt-für-Schritt-Strategie für den Aufbau und die Bewerbung einer Marke

Ist Branding ohne Marketing möglich? Ja, aber dann werden die Kunden nicht von Ihrem Unternehmen erfahren. Ist Marketing ohne Branding möglich? Ja, aber es ist unwahrscheinlich, dass Sie Ihre Kunden dann für lange Zeit an sich binden. Eine Markenmarketing-Strategie umfasst daher beide Komponenten.

Schritt 1: Erstellen Sie ein Markenimage

Überlegen Sie, wie Ihr Unternehmen für potenzielle Kunden aussehen soll und welche Assoziationen Sie wecken möchten. Identifizieren Sie dazu:

  • Ihre Mission und Werte: Was ist der Zweck Ihrer Geschäftstätigkeit, abgesehen von der Gewinnerzielung? Woran glauben Sie?
  • Ihr Alleinstellungsmerkmal: Ein Vorteil, den Sie Ihren Kunden bieten (niedrige Preise, innovative Entwicklung, einzigartiges Treueprogramm usw.) werden.
  • Was Sie von Ihren Mitbewerbern unterscheidet: Produktlinie, Positionierung, Preisgestaltung.
  • Ihre Zielgruppe: Das Profil des Kunden (Geschlecht, Alter, sozialer Status, Gewohnheiten, Wünsche, Einwände, Ängste).
  • Den emotionalen Nutzen des Produkts: Was die Kunden beim Kauf des Produkts oder der Dienstleistung erhalten (Inspiration, Status, Unterstützung, Zuwendung).
  • Den Charakter Ihrer Marke: Lustig, unterhaltsam, ernst, freundlich.

Schritt 2: Erstellen Sie Ihre Markenidentität

Mit anderen Worten: Drücken Sie Ihre Markenidentität mit Farben, Materialien, Klängen und Düften aus. Die Entwicklung der Firmenidentität beginnt mit einem Logo, Farben und Schriften. Sie sollten dem Logo als dem wichtigsten visuellen Symbol der Marke besondere Aufmerksamkeit widmen. Hier sind ein paar Kriterien für ein gutes Logo:

  • Prägnanz: Vermeiden Sie unnötige Details und komplexe Muster.
  • Einzigartigkeit: Stellen Sie sicher, dass andere Unternehmen nicht das gleiche oder ein ähnliches Bild verwenden.
  • Semantischer Inhalt: Versuchen Sie ein Logo zu kreieren, das Ihre Mission, Ihre Werte oder Ihr Alleinstellungsmerkmal widerspiegelt.

Sie können ein solches Logo mit dem Online-Generator von Logaster erstellen. Der „intelligente“ Generator bietet Dutzende von Optionen für Logos, Farben und Schriftarten, die zu Ihrer Marke passen.

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Denken Sie daran, dass sich die Firmenidentität an allen Berührungspunkten mit dem Kunden widerspiegeln muss, von der Visitenkarte über die Werbung bis hin zur Produktverpackung und dem Design der Webseite. Das wird es Ihren Kunden erleichtern sich zu erinnern und Sie wiederzuerkennen.

Schritt 3: Wählen Sie die passenden Marketingkanäle

Es gibt hier keine einheitliche Lösung. Für die eine Marke können die Innenarchitektur und Rabattcoupons effektiv funktionieren und für eine andere eine SMM-Strategie und viraler Content. Achten Sie auf die folgenden Kriterien, um die passenden Werbemittel zu identifizieren:

  • Wo sich Ihre Zielgruppe aufhält (online und offline).
  • Welche Gewohnheiten die Zielkunden haben, was sie lieben und was sie ärgert.
  • Welche Werbekanäle die Mitbewerber nutzen und wie Sie sich von ihnen abheben können.

Das Marketing kann nicht nur strategisch, sondern auch taktisch aufgebaut werden. Testen Sie schnell verschiedene Hypothesen und ändern Sie diejenigen, die nicht funktionieren. Das wichtigste ist auf allen Kanälen, in der Kommunikation mit den Kunden und in der Gestaltung der Schaufenster das gleiche Markenimage zu präsentieren.

Zusammenfassung

Unabhängig davon, welche Marketing-Strategien Sie verwenden werden, ein starkes Branding muss im Mittelpunkt stehen. Das wird Ihnen ermöglichen neue Kunden zu gewinnen, eine emotionale Bindung zu ihnen aufzubauen und ihre Loyalität zu gewinnen. Seien Sie ehrlich, interagieren Sie mit Ihrer Zielgruppe und scheuen Sie sich nicht davor Ihre Strategie zu ändern, wenn sie nicht funktioniert. Die Hauptsache ist, dass das Markenimage unverändert bleibt.

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Vermarkter bei Logaster. Er ist mit Webtools, Plugins und Grafikeditoren bestens vertraut. In seinen Artikeln gibt er Empfehlungen und Tipps zur Arbeit mit diesen Programmen. Er ist für den visuellen Inhalt der Seite verantwortlich. Er interessiert sich für Fotografie.

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