1. Was Sie über den Craft-Beer-Markt wissen sollten
  2. Positionierung: Wie man eine Geschichte und ein Alleinstellungsmerkmal entwickelt
  3. Design: Wie man mit Etiketten, Flaschen und Verpackungen Aufmerksamkeit erregt
  4. Gute Beispiele für das kreative Branding von Craft-Beer-Brauereien

Das Interesse an Craft Beer ist auf dem Höhepunkt: Weltweit werden täglich Dutzende von originellen Brauereien eröffnet, die um die Aufmerksamkeit der Kunden buhlen. Wenn Sie ein erfolgreiches Geschäft aufbauen möchten, dann werden Sie zwei Komponenten benötigen: Ein Qualitätsprodukt und ein gutes Branding. Wir werden in diesem Artikel auf den letzten Punkt eingehen: Sie werden erfahren, warum eine Geschichte für eine Craft-Beer-Brauerei wichtig ist, wie man Etiketten gestaltet und auf welche Beispiele man sich verlassen kann.

Was Sie über den Craft-Beer-Markt wissen sollten

Es gibt heutzutage weltweit mehr als 16 600 Craft-Beer-Brauereien und die meisten davon sind in Europa und den USA zu finden. Experten sagen voraus, dass dieser Markt jedes Jahr um 14,1% wachsen wird. Wenn Sie die Gründe für die Beliebtheit von originellen Getränken und die Interessen der Verbraucher verstehen möchten, dann empfehlen wir Ihnen sich die Daten der Nielsen Umfrage anzusehen, die 2019 in den USA durchgeführt wurde.

  • 43 Prozent der Befragten trinken Craft Beer, das sind 35 Prozent mehr als im Jahr 2015.
  • Ein typischer Kunde ist ein Mann im Alter von 21 bis 44 Jahren, der zwischen 75 und 99 Tausend Dollar pro Jahr verdient.
  • In der Craft-Beer-Branche spielt Luxus eine wichtige Rolle: Für eine Vielfalt an Varianten und Geschmacksrichtungen, die Verwendung von hochwertigen Rohstoffen und den Einsatz modernster Technologien sind die Verbraucher gerne bereit einen höheren Preis zu zahlen.
  • 66 Prozent der Kunden kauften nur das Bier, das in ihrer Region verkauft wurde.
  • Die drei beliebtesten Verkaufsorte für Bier sind Brauereien (66 Prozent), Einzelhandelsgeschäfte (60 Prozent) und Bars oder Restaurants (54 Prozent).
  • Nur 21 Prozent der Befragten kaufen Craft Beer, von dem sie noch nie gehört haben, also müssen die Marken für ihre Produkte werben. Die Verbraucher sind laut Nielsen heutzutage weniger dazu bereit mit verschiedenen Marken zu experimentieren, zumindest weniger als noch vor fünf Jahren. Es ist an der Zeit, dass die Brauereien ihre Marketingbemühungen intensivieren. Der Wiedererkennungswert einer Marke und das Kapital, das Sie mit Hilfe von Schlüsselkunden geschaffen haben oder aufbauen, werden immer wichtiger.

Positionierung: Wie man eine Geschichte und ein Alleinstellungsmerkmal entwickelt

Möchten Sie, dass sich Ihre Kunden für Ihre Marke entscheiden? Zeigen Sie Ihre Unternehmenspersönlichkeit, erzählen Sie von Ihren Werten, betonen Sie, was Sie von Ihren Mitbewerbern unterscheidet. Sie sollten für die Formulierung der Positionierung mit einer gründlichen Analyse beginnen.

Analysieren Sie Ihre Zielgruppe

Die erste Frage, die Sie beantworten sollten, ist, für wen Sie das Produkt herstellen. Erstellen Sie dazu ein Profil des typischen, potenziellen Kunden:

  • Alter, Geschlecht, sozialer Status
  • Interessen, Hobbys, Wünsche
  • Ängste und Überzeugungen
  • Charakter und Lebensstil (z.B. junge Menschen, die gerne reisen, Konzerte und Festivals besuchen oder Geschäftsleute mittleren Alters, die Status und Komfort schätzen)
  • Die Gründe für den Kauf Ihres Produkts (Neugier, Wunsch nach Originalität, Wertschätzung der Qualität, Wunsch, cool auszusehen usw.)
  • Den Ort, an dem sie Ihr Produkt kaufen können (online oder offline, auf Veranstaltungen oder in Geschäften)
  • Kaufverhalten (eine Flasche oder mehrere Packungen, einmal oder regelmäßig, aus einem bestimmten Grund oder ohne Grund).

Zeigen Sie Ihre Einzigartigkeit

Überlegen Sie, was Sie von der Konkurrenz unterscheidet. Das können sowohl physische Vorteile sein (einzigartige Zutaten, Geheimrezept, Preispolitik) als auch emotionale Aspekte (inspirierende Geschichte, Mission, Leidenschaft).

Ein interessanter Fakt: Die Studie von Carling hat gezeigt, dass die Verbraucher bei der Blindverkostung ihr bevorzugtes Lagerbier unter den fünf angebotenen nicht erkennen konnten. Aber nach der Kennzeichnung bewerteten sie die bevorzugte Marke selbstbewusst als die geschmacklich beste. Das legt nahe, dass die emotionale Komponente des Brandings nicht weniger wichtig ist als die Qualität des Getränks.

Erzählen Sie eine Geschichte

Verwenden Sie Geschichten, um mit den Kunden auf emotionaler Ebene zu kommunizieren und Ihr Nutzenversprechen zu vermitteln. Geschichten sind eines der ältesten Werkzeuge (z.B. Märchen, Mythen, Balladen), um die Aufmerksamkeit der Menschen zu erregen und in Erinnerung zu bleiben.

  • Überlegen Sie, ob es eine Geschichte hinter der Marke gibt. Es kann sich dabei um eine Geschichte über den Gründer, die überwundenen Probleme oder ein inspirierendes Beispiel für Freundschaft handeln.
  • Formulieren Sie Ihre Mission und Werte in Form einer Geschichte. Erzählen Sie, warum Sie sich neben dem Profit mit dem Brauen beschäftigen, woran Sie glauben und was Sie anstreben.
  • Schreiben Sie eine Geschichte und testen Sie sie an einer Fokusgruppe: Kollegen, Freunde, Kunden. Fragen Sie sie, welche Momente sie am meisten berührt haben und welche überhaupt nicht. Korrigieren Sie die Geschichte, falls notwendig.  

Design: Wie man mit Etiketten, Flaschen und Verpackungen Aufmerksamkeit erregt  

Das Design ist ein Mittel, um den Kunden Ihre Geschichte, Ihre Mission und Ihr Nutzenversprechen zu vermitteln. Die Flaschenform, die Etikettenfarbe und das Verpackungsmaterial sollten im gleichen Stil gestaltet sein und die gleiche Botschaft vermitteln.

Erstellen Sie ein Logo

Das Logo ist das wichtigste visuelle Symbol für ein Unternehmen. Craft-Beer-Brauer setzen bei der Wahl des Designs oft auf emotionale Komponenten: Geschichte, Talisman, Mission. Das Logo kann auch auf den Besonderheiten des Ortes, innovativen Brautechniken oder ungewöhnlichen Zutaten basieren.

Sie können so ein Logo mit dem Online-Service von Logaster erstellen, der Hunderte von Schriftarten und Symbolen anbietet, um Ihre Einzigartigkeit auszudrücken.

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Wo man das Logo verwenden sollte: Etiketten, Verpackungen, Webseite, soziale Medien, Visitenkarten, Briefköpfe, E-Mail-Signaturen.  

Überlegen Sie sich ein Farbschema

  • Erforschen Sie, welche Emotionen bestimmte Farbtöne hervorrufen (Rot wird zum Beispiel mit Energie und Freude assoziiert und Blau mit Zuverlässigkeit und Ruhe).
  • Wenn Sie eher Flaschen als Dosen verwenden möchten, dann beginnen Sie mit der Wahl der Glasfarbe (die drei gängigsten sind transparent, braun und grün). Überlegen Sie, wie die Farben der Marke dazu passen werden.
  • Versuchen Sie unterschiedliche Farben für die verschiedenen Biersorten zu verwenden. Das hilft die Kunden zu leiten und ihre Aufmerksamkeit zu erregen.

Wo man Farben verwenden sollte: Flaschendesign, Verpackungen, Brauereigebäude, Webseite. 

Überlegen Sie sich ein Farbschema

Quelle: Gardner Design

Wählen Sie die Schriftarten

  • Verwenden Sie zwei oder drei Schriftarten, die zueinander passen.
  • Bedenken Sie die psychologische Wirkung von Schriften: Schriften mit Serifen sehen offizieller aus, während serifenlose Schriften freundlich und modern aussehen und handgeschriebene Schriften machen einen kreativen Eindruck.
  • Denken Sie an die Lesbarkeit: Prüfen Sie bei der Auswahl von ungewöhnlichen Schriften, ob die Buchstaben auch in kleiner Größe lesbar sind.

Wo man Schriftarten verwenden sollte: Etiketten, Verpackungen, Webseite, Visitenkarten.

Wählen Sie die Schriftarten

Quelle: Matt Vergotis

Fügen Sie Grafiken und Illustrationen hinzu

  • Verwenden Sie die Werkzeuge, die das Wesen der Marke am besten vermitteln: Von witzigen Karikaturen bis hin zu stilvollen Fotos oder prägnanten Grafiken bis hin zu ausdrucksstarken Abstraktionen.
  • Profitieren Sie vom Augmented-Reality-Effekt: Wenn ein Kunde zum Beispiel den Teil eines Etiketts scannt, dann gelangt er auf die Seite mit einem Video, in dem Sie über das Produkt erzählen.
Fügen Sie Grafiken und Illustrationen hinzu

Quelle: Chad Gowey

Wo man Illustrationen verwenden sollte: Etiketten, Webseite, soziale Medien.

Entwickeln Sie die Form

  • Entscheiden Sie sich für das Behältnis (Dosen oder Flaschen). Das hängt weitgehend von den Gewohnheiten der Zielgruppe ab. Eine Dose eignet sich beispielsweise besser für Picknicks und Grillpartys und Glasflaschen eher für den Besuch bei Freunden.
  • Entwerfen Sie eine Form, die die Aufmerksamkeit auf sich zieht: Lang oder kurz, gebogen oder flach, klassisch oder originell. Denken Sie daran, dass es möglich sein sollte, die Flasche bequem in der Hand zu halten.
  • Entwerfen Sie die Form des Etiketts. Es kann rund, quadratisch oder ungewöhnlich sein und um die Flasche herum oder auf beiden Seiten der Flasche angebracht werden.
Entwickeln Sie die Form

Quelle: Jordan Wilson

Ignorieren Sie nicht die Details

  • Wie werden Sie die Flaschen verschließen? Mit Plastikdeckeln, Kronkorken oder anderen Alternativen?
  • In welcher Verpackung wollen Sie das Bier verkaufen? Karton oder Plastik? Sechs, acht oder 12 Flaschen pro Packung?
  • Wo werden die Menschen das Bier trinken? Zu Hause oder in Bars? Für Bars sollten Sie Gläser mit Ihrem Branding und Untersetzer (Bierdeckel) anbieten.

Gute Beispiele für das kreative Branding von Craft-Beer-Brauereien

Sich von den Ideen anderer Marken inspirieren zu lassen wird Ihnen bei der Entwicklung des Brandings helfen. Schauen Sie, welche Techniken Ihre Kollegen verwendet haben, was auf dem Markt fehlt und welche neuen Ideen Sie anbieten können. Wir haben drei Beispiele zur Inspiration gewählt.

  • Die Philosophie der in Brooklyn ansässigen Brauerei Sixpoint basiert auf „Crazy Science“, einer Kombination aus wissenschaftlichen und kreativen Ansätzen. Das wichtigste Branding-Element ist der wiedererkennbare, sechszackige Stern, der einen Seestern (eine Hommage an Brooklyns Hafenvergangenheit) und ein altes Qualitätszeichen deutscher Brauer (Brauerstern) kombiniert. Dieses Symbol sieht lakonisch aus, ist einprägsam und bleibt in jeder Größe und jedem Format erkennbar.
Sixpoint

Quelle: brewbound
  • Left Hand Brewing setzt bei der Positionierung auf das Erzählen von Geschichten und darauf sich von der Konkurrenz abzuheben. Die Kunden werden von der Geschichte zweier Freunde angezogen, die mit den verfügbaren Bieren nicht zufrieden waren und deshalb beschlossen, das Getränk selbst zu brauen. „Wenn alle nach rechts gehen, dann gehen wir nach links“, sagt das Unternehmen und betont, dass es keine Angst vor ungewöhnlichen Entscheidungen hat. Das erklärt den Namen und das Logo in Form einer gemalten Hand.
Left Hand Brewing

Quelle: argusleader
  • Der Gründer von Hangar 24 Craft Brewery ist ein Berufspilot, der einst mit Freunden im Hangar Nummer 24 (daher der Name der Brauerei) Craft Beer trank und dann beschloss in dieses Geschäft einzusteigen. Das Unternehmen setzt beim Branding auf die Symbole zweier Branchen: Bier und Flüge. Das Logo verkörpert den Wunsch nach Freiheit und die Fähigkeit neue Höhen zu erreichen: Der Firmenname ist in einer großen, selbstbewussten Schrift geschrieben und wird durch drei horizontale Streifen ergänzt, die an Flügel erinnern.
Hangar 24 Craft Brewery

Quelle: justbeerapp

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